ISDN — einfach erklärt
ISDN (Integrated Services Digital Network) war das digitale Telefonnetz, über das Unternehmen jahrzehntelang mit fest zugeteilten Kanälen telefonierten – inzwischen bundesweit abgeschaltet und durch internetbasierte Telefonie ersetzt.
Was ist ISDN?
ISDN (Integrated Services Digital Network) war über Jahrzehnte das digitale Telefonnetz, über das Unternehmen in Deutschland telefonierten. Anders als beim älteren analogen Anschluss wurden Gespräche digital übertragen, und ein Anschluss stellte fest zugeteilte Kanäle bereit – üblich waren zwei gleichzeitig nutzbare Sprachkanäle pro Basisanschluss, bei größeren Anlagenanschlüssen entsprechend mehr. Für kleine und mittlere Unternehmen war ISDN lange der Standard, um eine eigene Telefonanlage mit mehreren Nebenstellen an das öffentliche Telefonnetz anzubinden.
Warum wurde ISDN abgeschaltet?
Die Netzbetreiber haben ihre Infrastruktur schrittweise auf All-IP umgestellt: Ein einziges, internetbasiertes Netz transportiert seither Daten und Telefonie gemeinsam, statt zwei getrennte Netze parallel zu betreiben. ISDN mit seinen fest verdrahteten Kanälen passt technisch nicht mehr in dieses Modell. Die Abschaltung erfolgte bundesweit über mehrere Jahre und ist inzwischen praktisch abgeschlossen – neue ISDN-Anschlüsse werden nicht mehr vergeben, bestehende sind Region für Region abgeschaltet worden.
Was ist an die Stelle von ISDN getreten?
Der technische Nachfolger ist VoIP – Telefonie über das Internetprotokoll. Statt über feste Leitungen laufen Gespräche als Datenpakete über die vorhandene Internetverbindung. Für Unternehmen mit eigener Telefonanlage bedeutet das in der Praxis meist die Umstellung auf einen SIP-Trunk als Ersatz für den früheren ISDN-Anlagenanschluss. Wer keine eigene Anlagen-Hardware mehr betreiben möchte, kann alternativ auf eine Cloud-Telefonanlage umsteigen, die vollständig als Dienst über das Internet läuft.
Für Betriebe, die noch mit einer alten ISDN-Anlage arbeiten, ist der Umstieg damit keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit – die Frage ist nur, ob geplant oder erst im Notfall reagiert wird. Wie ein solcher Umstieg abläuft und worauf dabei zu achten ist, beschreiben wir im Beitrag ISDN-Abschaltung: Der Weg zur modernen Telefonanlage.
Bei Telefonanlagen von LNIT begleiten wir Unternehmen bei genau diesem Wechsel – von der Bestandsaufnahme der vorhandenen ISDN-Anlage bis zur Einrichtung und laufenden Betreuung der neuen Lösung.
Häufige Fragen zu ISDN
Was bedeutet ISDN?
ISDN steht für Integrated Services Digital Network, zu Deutsch etwa diensteintegrierendes digitales Netz. Es handelte sich um das digitale Nachfolgesystem des analogen Telefonnetzes, über das Sprache, Fax und einfache Datenverbindungen auf festen digitalen Kanälen übertragen wurden.
Warum wurde ISDN abgeschaltet?
Die Netzbetreiber stellen ihre Netze bundesweit auf All-IP um: Sämtlicher Datenverkehr, einschließlich Telefonie, läuft über das Internetprotokoll statt über getrennte, leitungsgebundene Netze. Ein separates ISDN-Netz parallel zum Internet zu betreiben, wäre technisch und wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, weshalb es Schritt für Schritt abgeschaltet wurde.
Was ist der Nachfolger von ISDN?
Technischer Nachfolger ist VoIP – Telefonie über das Internetprotokoll. Unternehmen mit eigener Telefonanlage binden diese heute über einen SIP-Trunk an, der den früheren ISDN-Anlagenanschluss ersetzt. Alternativ betreiben viele Betriebe ihre Telefonie inzwischen über eine Cloud-Telefonanlage.
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