Geschäftsführer prüft am Schreibtisch die Kalkulation für eine neue Unternehmenswebsite — Website-Kosten transparent aufgeschlüsselt, LNIT aus Diekholzen bei Hildesheim

Was kostet eine Website? Ehrliche Preise und Kostenfaktoren für Unternehmen

Lars Neumann 9 Min. Lesezeit

„Was kostet eine Website?“ ist eine der ersten Fragen, die sich Unternehmer stellen, wenn die alte Seite nicht mehr zeitgemäß ist oder noch gar keine existiert. Und sie ist zurecht schwer zu beantworten, denn die Antworten im Netz schwanken zwischen „ab 99 Euro“ und „ab 15.000 Euro“ – ohne dass klar wird, warum.

Dieser Beitrag ordnet das ehrlich ein: Welche Faktoren den Preis wirklich treiben, mit welchen Kosten Sie bei der Erstellung rechnen sollten, was danach laufend anfällt – und wann ein günstiger Baukasten tatsächlich ausreicht.

Warum es keine Pauschalantwort gibt

Eine Website ist kein Produkt von der Stange, auch wenn viele Anbieter das suggerieren. Der Preis hängt davon ab, was die Seite leisten soll, wie viel Arbeit in Konzept und Design fließt und wie viel an bestehenden Inhalten schon vorhanden ist. Zwei Unternehmen mit derselben Seitenzahl können am Ende sehr unterschiedliche Rechnungen bekommen – und beide zurecht.

Was Ihre Website wirklich kostet: die Preistreiber

Bevor Sie ein Angebot vergleichen, lohnt sich der Blick auf die Faktoren, die den Preis tatsächlich bestimmen:

  • Seitenanzahl und Struktur. Eine digitale Visitenkarte mit einer Seite ist etwas anderes als eine Website mit Leistungsseiten, Referenzen, Blog und Karriereseite.
  • Individualität des Designs. Ein angepasstes Template kostet weniger als ein Design, das komplett auf Ihre Marke zugeschnitten wird.
  • Funktionen. Ein einfaches Kontaktformular ist schnell eingerichtet. Terminbuchung, Kundenportal, Mehrsprachigkeit oder eine Anbindung an Ihr CRM oder Ihre Warenwirtschaft bedeuten zusätzlichen Entwicklungsaufwand.
  • Migration. Wenn eine bestehende Website mit vielen Unterseiten, Backlinks und Rankings umgezogen werden muss, kommt Aufwand für saubere Weiterleitungen und SEO-Erhalt dazu.
  • Texte und Bilder. Liefern Sie eigene Texte und professionelle Fotos, sinkt der Aufwand deutlich. Muss alles neu getextet, fotografiert oder mit passenden Bildern bebildert werden, steigt der Preis entsprechend.
  • Mehrsprachigkeit. Jede zusätzliche Sprache bedeutet nicht nur Übersetzung, sondern auch technische Mehrarbeit bei Struktur und SEO.

Diese sechs Punkte erklären, warum ein seriöses Angebot immer erst nach einem kurzen Gespräch über Ihre Anforderungen entsteht – und warum ein Pauschalpreis ohne dieses Gespräch mit Vorsicht zu genießen ist.

Realistische Preisspannen für die Website-Erstellung

Die folgenden Werte sind typische Marktspannen für individuell gestaltete Websites in Deutschland – keine Festpreise eines bestimmten Anbieters, sondern eine erste Orientierung dafür, wie sich Umfang und Preis in der Praxis meist zueinander verhalten:

Umfang Typische Marktspanne
One-Pager (1 Seite, digitale Visitenkarte) 1.000 – 2.000 €
Unternehmenswebsite (5–10 Seiten, individuelles Design) 3.000 – 6.000 €
Umfangreiche Website mit individuellem Design, Blog, mehreren Sprachen 5.000 – 12.000 €
Webanwendung, Kundenportal, Buchungssystem ab ca. 8.000 € aufwärts, stark projektabhängig

Diese Preise beziehen sich auf individuelle Umsetzungen – nicht auf reine Baukasten-Vorlagen ohne eigene Anpassung. Enthalten sind in der Regel Konzeption, Design, technische Umsetzung, responsives Layout und grundlegendes SEO.

Was eine Website bei LNIT kostet

Damit Sie nicht raten müssen, hier unsere Einstiegspreise:

Paket Preis
One-Pager ab 500 €
Unternehmenswebsite ab 2.500 €
Premium-Website ab 5.000 €

Dass diese Werte unter den oben genannten Marktspannen liegen, hat einen einfachen Grund: Wir sind ein IT-Systemhaus, keine Werbeagentur. Wir haben keine Kreativabteilung zu finanzieren, und die technische Infrastruktur — Server, Hosting, Sicherheit — betreiben wir ohnehin für unsere IT-Kunden. Diesen Vorteil geben wir weiter.

Was genau in welchem Paket steckt, sehen Sie auf unserer Webdesign-Leistungsseite. Und wenn Ihr Vorhaben in keine Schublade passt, rechnen wir Ihnen das konkret durch — kostenlos und unverbindlich.

Website zum Festpreis: Worauf Sie achten sollten

Wenn ein Anbieter „Festpreis“ verspricht, sollte danach klar sein, was genau enthalten ist – Seitenanzahl, Anzahl Korrekturschleifen, Hosting im ersten Jahr, SSL-Zertifikat, DSGVO-Grundausstattung. Ein seriöser Festpreis entsteht nach einem kurzen Erstgespräch, in dem Ihre Anforderungen aufgenommen werden – nicht vorher aus einer Preisliste ohne Kontext. Achten Sie darauf, ob Nachträge für „vergessene“ Standardleistungen wie Impressum, Cookie-Consent oder mobile Ansicht später extra berechnet werden.

Baukasten oder individuelle Website – was reicht wirklich?

Ehrlich gesagt: Ein Homepage-Baukasten reicht für manche Unternehmen völlig aus. Das gilt vor allem, wenn Sie eine schlanke digitale Visitenkarte mit Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktformular brauchen und keine besonderen Anforderungen an Design, Funktionen oder Suchmaschinenoptimierung haben.

Ein Baukasten stößt an Grenzen, sobald:

  • Sie ein Design brauchen, das sich klar von Wettbewerbern abhebt
  • Technisches SEO wichtig wird, weil Sie über Google gefunden werden müssen
  • Sie Funktionen brauchen, die über Standardvorlagen hinausgehen (Anbindungen, Portale, individuelle Formulare)
  • Ihnen wichtig ist, wer im Ernstfall für Sicherheit, Backup und Wartung verantwortlich ist

Eine individuell entwickelte Website kostet mehr, weil ein Mensch mitdenkt statt eine Vorlage auszufüllen. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie wichtig Ihre Website für Ihr Geschäft ist – für eine Arztpraxis, eine Kanzlei oder einen Pflegedienst ist das Vertrauen, das eine professionelle Seite ausstrahlt, in der Regel bares Geld wert.

Laufende Kosten: Was nach dem Launch anfällt

Wer diese Posten nicht selbst im Blick behalten will, gibt sie ab: Was zu einer laufenden Betreuung gehört, steht auf unserer Seite Website-Wartung & Betreuung. Die Begriffe dahinter erklären wir im Lexikon — Website-Wartung, WordPress-Update und Website-Hosting.

Der Preis für die Erstellung ist nur die halbe Rechnung. Was viele Unternehmen unterschätzen: Eine Website verursacht auch danach laufende Kosten.

  • Hosting: meist 10 – 50 € pro Monat, je nach Performance-Anforderung
  • Domain: ca. 10 – 20 € pro Jahr
  • SSL-Zertifikat: bei professionellem Hosting in der Regel inklusive
  • Wartung (Updates, Backups, Sicherheits-Monitoring): je nach System und Umfang etwa 20 – 150 € pro Monat

Bei WordPress-Websites ist laufende Wartung besonders wichtig, weil Plugins und Themes regelmäßig aktualisiert werden müssen – sonst wird die Seite zum Sicherheitsrisiko. Technisch schlanke Systeme ohne Plugin-Ökosystem können hier günstiger in der Wartung sein, dafür ist die Inhaltspflege oft aufwändiger. Mehr zur Technik hinter einer sauber gebauten Seite lesen Sie in unserem Beitrag Professionelle Website für KMU.

Versteckte Kosten, die gerne übersehen werden

Neben Erstellung und laufenden Kosten gibt es Posten, die in Angeboten häufig fehlen oder erst nachträglich auftauchen:

  • Migration bestehender Inhalte von einer alten Website oder einem alten System
  • Texterstellung, wenn keine brauchbaren Texte vorhanden sind
  • Professionelle Fotografie, statt austauschbarer Stockfotos
  • Mehrsprachigkeit, sobald internationale Kunden oder Mitarbeitende angesprochen werden sollen
  • DSGVO-Umsetzung: Cookie-Consent, Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitung mit externen Diensten

Fragen Sie ein Angebot gezielt danach ab, bevor Sie unterschreiben. Genau hier entstehen die Überraschungen, über die sich Unternehmen später ärgern.

Website als Teil der IT – nicht als Einzelprojekt

Eine Website braucht einen Server, ein SSL-Zertifikat, eine E-Mail-Anbindung, Backups und regelmäßige Sicherheitsupdates. Das sind IT-Themen, keine reinen Design-Themen. Liegt die Website bei einer Agentur, das Hosting bei einem Billiganbieter und die IT-Sicherheit bei niemandem – haben Sie im Ernstfall mehrere Ansprechpartner, die aufeinander zeigen.

Bei einem IT-Systemhaus, das auch Webdesign anbietet, liegt das anders: Website-Erstellung, sicheres Hosting, Wartung, E-Mail und IT-Sicherheit kommen aus einer Hand. Ein Ansprechpartner, eine Rechnung, keine Zuständigkeitslücken – und die Website wird nicht gebaut und vergessen, sondern langfristig betreut.

Fazit

Eine Website kostet, was sie leisten soll – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ein One-Pager ist für ein paar tausend Euro machbar, eine individuell gestaltete Unternehmenswebsite bewegt sich meist im mittleren vierstelligen Bereich, und komplexere Projekte mit eigenen Anwendungen sind Einzelfälle mit eigener Kalkulation. Genauso wichtig wie der Erstellungspreis sind die laufenden Kosten für Hosting, Wartung und Sicherheit – die entscheiden langfristig, ob Ihre Website ein verlässlicher Vertriebskanal bleibt oder zum Risiko wird.

Wenn Sie wissen möchten, was Ihre konkrete Website kosten würde: Ein kostenloses Erstgespräch klärt Anforderungen, Umfang und Budget, bevor irgendetwas verbindlich wird. Nehmen Sie Kontakt auf.

Häufige Fragen zu Website-Kosten

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen? Das hängt von Seitenanzahl, Design-Aufwand und Funktionen ab. Als Orientierung: Ein einfacher One-Pager liegt meist zwischen 1.000 und 2.000 Euro, eine individuell gestaltete Unternehmenswebsite mit 5 bis 10 Seiten zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Ein konkretes Angebot entsteht nach einem kurzen Erstgespräch zu Ihren Anforderungen.
Was kostet eine professionelle Website für ein kleines Unternehmen? Für ein kleines Unternehmen mit überschaubarem Umfang – Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt – bewegen sich individuell gestaltete Projekte meist im Bereich von 2.500 bis 6.000 Euro. Enthalten sind in der Regel Konzept, Design, responsive Umsetzung und grundlegendes SEO.
Was ist der Unterschied zwischen einer Homepage und einer Website preislich? Im Alltag werden beide Begriffe meist synonym verwendet. Gemeint ist in der Regel derselbe Umfang: eine Unternehmenspräsenz mit mehreren Unterseiten. Die Preisspannen unterscheiden sich also nicht nach Begriff, sondern nach tatsächlichem Umfang und Funktionen.
Gibt es einen Festpreis für eine Website? Ja, viele Anbieter arbeiten mit einem Festpreis, sobald die Anforderungen einmal geklärt sind. Wichtig ist, genau zu prüfen, was im Festpreis enthalten ist – zum Beispiel Hosting im ersten Jahr, Anzahl der Korrekturschleifen und Standardleistungen wie Impressum oder Cookie-Consent. So vermeiden Sie spätere Nachträge.
Was kostet Webdesign, wenn nach Aufwand statt Festpreis abgerechnet wird? Reine Stundensätze für Webdesign liegen am Markt üblicherweise zwischen 60 und 120 Euro, je nach Erfahrung und Region. Für die meisten Unternehmen ist ein vorab kalkulierter Festpreis aber planbarer, weil der Gesamtaufwand vorher klar definiert wird.
Was kostet die laufende Betreuung einer Website nach dem Launch? Laufende Kosten für Hosting, Wartung, Updates und Sicherheits-Monitoring liegen je nach System und Umfang meist zwischen 20 und 150 Euro im Monat. Dazu kommt die Domain mit rund 10 bis 20 Euro im Jahr. Diese Kosten sollten Sie bei der Budgetplanung von Anfang an mit einplanen, nicht erst wenn die erste Sicherheitslücke auftaucht.
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LN

Lars Neumann

Gründer und Inhaber von LNIT – Lars Neumann IT. IT-Systemhaus in Diekholzen bei Hildesheim. Managed IT, Helpdesk, Cloud, Sicherheit und KI-Beratung für KMU.

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