Microsoft-Teams-Telefonie — einfach erklärt

Telefonie · LNIT Lexikon

Microsoft-Teams-Telefonie bedeutet, dass Mitarbeitende Telefongespräche direkt in Microsoft Teams führen und annehmen können — die eigentliche Telefonanlage arbeitet dabei im Hintergrund als technisches Backend.

Was ist Microsoft-Teams-Telefonie?

Microsoft-Teams-Telefonie bezeichnet die Möglichkeit, klassische Telefongespräche direkt in Microsoft Teams zu führen und anzunehmen — mit derselben Nebenstelle, die vorher an einem Tischtelefon oder in einer separaten Telefonanlagen-App lag. Anrufe, Chats und Meetings laufen dadurch in einer einzigen Anwendung zusammen.

Wichtig für das Verständnis: Teams selbst ist keine Telefonanlage. Die eigentliche Vermittlung ins öffentliche Telefonnetz übernimmt weiterhin eine Telefonanlage oder ein Provider im Hintergrund. Teams wird lediglich als Oberfläche angebunden, über die telefoniert wird.

Wofür brauchen Unternehmen Microsoft-Teams-Telefonie?

  1. Eine Anwendung statt mehrerer. Mitarbeitende telefonieren, chatten und halten Meetings in derselben Oberfläche, ohne zwischen Programmen zu wechseln.
  2. Mobiles Arbeiten. Anrufe an der Firmennummer kommen auf Laptop, Smartphone oder Tablet an — unabhängig vom Standort.
  3. Weniger Hardware. Klassische Tischtelefone werden teilweise überflüssig, weil Headset und Rechner ausreichen.
  4. Einheitliche Verwaltung. Rufnummern, Rufumleitungen und Erreichbarkeiten lassen sich zentral über die bestehende Microsoft-365-Umgebung steuern.

Worauf KMU achten sollten

  1. Anbindungsweg klären. Ob Direct Routing über die bestehende Telefonanlage, ein SIP-Trunk oder eine native Teams-Integration des Anlagenherstellers sinnvoll ist, hängt von der vorhandenen Technik ab.
  2. Erreichbarkeit im Ernstfall. Bei einem Internet- oder Microsoft-365-Ausfall steht ohne Rückfallebene auch die Telefonie still — ein Notfallplan gehört dazu.
  3. Rufnummern und Portierung. Bestehende Rufnummern müssen sauber übernommen werden, damit die Erreichbarkeit während der Umstellung nicht leidet.
  4. Nicht jeder Betrieb braucht es. Wer bereits eine funktionierende Telefonanlage mit eigener App hat und wenig mit Teams arbeitet, gewinnt durch die Zusammenlegung oft wenig.

Microsoft-Teams-Telefonie in der Praxis

Ein Beispiel: Ein mittelständischer Betrieb arbeitet bereits im Alltag mit Teams für Meetings und Chats, telefoniert aber weiterhin über eine separate Anlagen-Software auf dem Rechner. Zwei Anwendungen, zwei Anmeldungen, zwei Stellen, an denen etwas schiefgehen kann. Nach der Anbindung der Telefonanlage an Teams landet der Anruf direkt im gewohnten Teams-Fenster — inklusive Rufumleitung an den Kollegen, wenn der Platz gerade nicht besetzt ist.

Ob sich der Schritt lohnt, hängt von der vorhandenen Telefonanlage und der tatsächlichen Teams-Nutzung im Betrieb ab. Bei Telefonie von LNIT prüfen wir, welcher Anbindungsweg zur bestehenden Infrastruktur passt und was das für den laufenden Betrieb bedeutet.

Häufige Fragen zu Microsoft-Teams-Telefonie

Brauche ich noch eine klassische Telefonanlage, wenn ich über Teams telefoniere?

In den meisten Fällen ja. Im Hintergrund läuft weiterhin eine Telefonanlage oder ein SIP-Trunk, der die Verbindung ins öffentliche Telefonnetz herstellt. Teams übernimmt nur die Oberfläche, über die Mitarbeitende telefonieren.

Wie wird eine Telefonanlage an Microsoft Teams angebunden?

Üblich ist die Anbindung über sogenanntes Direct Routing oder eine SIP-Trunk-Verbindung, die von der Telefonanlage aus in Teams eingebunden wird. Manche Anlagen bringen dafür bereits fertige Teams-Integrationen mit.

Für wen lohnt sich Microsoft-Teams-Telefonie?

Besonders für Unternehmen, die bereits mit Microsoft 365 und Teams arbeiten und Telefonie, Chat sowie Meetings in einer einzigen Oberfläche bündeln möchten, statt ständig zwischen mehreren Anwendungen zu wechseln.

Fragen zu Microsoft-Teams-Telefonie im eigenen Betrieb?

Wir beraten Sie verständlich und auf Augenhöhe — direkt mit dem Inhaber, aus Diekholzen bei Hildesheim.